Die Börse entließ rund 180 Mitarbeiter, während sie sich neu strukturiert und unternehmensweit KI einführt, um Effizienzsteigerungen zu erzielen.
Was man wissen sollte:
Crypto.com hat rund 12 % seiner Belegschaft abgebaut – das entspricht etwa 180 von insgesamt ungefähr 1.500 Mitarbeitenden. Hintergrund ist eine Neuausrichtung des Unternehmens sowie ein verstärkter Fokus auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Effizienzsteigerung.
CEO Kris Marszalek betonte, dass Unternehmen, die KI nicht schnell genug in ihre Abläufe integrieren, langfristig den Anschluss verlieren werden. Diese Strategie folgt unter anderem auf den Kauf der Domain „ai.com“ für rund 70 Millionen US-Dollar sowie auf die allgemein stark steigenden Investitionen in KI in der gesamten Branche.
Der Stellenabbau ist Teil einer Reihe von Kürzungen bei Crypto.com in den vergangenen Jahren und steht im Kontext eines breiteren Trends: Sowohl im Technologie- als auch im Kryptosektor setzen viele Unternehmen zunehmend auf Automatisierung und verkleinern gleichzeitig ihre Teams.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass man derzeit verstärkt auf wachstumsstarke Bereiche setze und gleichzeitig Effizienzpotenziale im gesamten Betrieb erschließe. In diesem Zuge sei die Belegschaft entsprechend reduziert worden.
Marszalek machte zudem deutlich, dass Unternehmen, die schnell handeln und leistungsstarke KI-Tools mit qualifizierten Teams kombinieren, künftig ein bisher unerreichtes Maß an Skalierbarkeit und Präzision erreichen könnten.
Vor den Entlassungen beschäftigte das in Singapur ansässige Unternehmen etwa 1.500 Mitarbeitende weltweit. Bereits in den letzten Jahren hatte Crypto.com mehrfach Personal abgebaut, unter anderem im Jahr 2023, als etwa 20 % der Stellen gestrichen wurden.
Auch andere Unternehmen gehen einen ähnlichen Weg: Block reduzierte seine Belegschaft deutlich, wobei CEO Jack Dorsey Produktivitätsgewinne durch KI als Hauptgrund nannte. Ebenso kam es bei Börsen wie OKX und Projekten wie Polygon zu Umstrukturierungen und Stellenstreichungen.
Trotz dieser Einschnitte wächst Crypto.com weiter strategisch: Das Unternehmen hat kürzlich eine bedingte Genehmigung von der Office of the Comptroller of the Currency erhalten, um eine national regulierte Trustbank in den USA aufzubauen. Dies könnte die Grundlage für den Ausbau von Verwahrdienstleistungen unter staatlicher Aufsicht schaffen.
