Square von Jack Dorsey aktiviert automatisch Bitcoin-Zahlungen für Millionen von US-Unternehmen

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Square von Jack Dorsey gab am Montag bekannt, dass das Unternehmen begonnen hat, Bitcoin-Zahlungen automatisch für Millionen berechtigter kleiner Unternehmen in den USA zu aktivieren – ein Schritt, der zu den bislang offensivsten Bemühungen gehört, Kryptowährungen in den Mainstream-Handel zu integrieren.

Die Tochtergesellschaft von Block (XYZ) erklärte, dass Unternehmen nun Bitcoin ohne zusätzliche Einrichtung akzeptieren können, wobei Transaktionen beim Bezahlvorgang sofort in US-Dollar umgerechnet werden. Die Funktion umfasst nahezu sofortige Abwicklung sowie keine Bearbeitungsgebühren bis 2026, fügte das Unternehmen hinzu.

Square aktiviert Bitcoin-Zahlungen automatisch für berechtigte Händler in den USA, wie das Unternehmen in einem Beitrag auf X mitteilte. Nutzer können damit Bitcoin akzeptieren, das beim Bezahlvorgang sofort in Bargeld umgewandelt wird – ganz ohne zusätzliche Einrichtung. Diese Einführung baut auf der kürzlich gestarteten „Square Bitcoin“-Initiative auf, stellt jedoch einen wichtigen Wendepunkt dar: Die Funktion ist nun direkt in bestehende Zahlungssysteme integriert, anstatt manuell aktiviert werden zu müssen.

Händler, die Bitcoin als Zahlungsmittel anbieten, erhalten standardmäßig US-Dollar. Dadurch entfällt das Risiko von Kursschwankungen sowie der Bedarf an eigener Verwahrung oder komplexer Buchhaltung. Dieses Modell soll insbesondere kleinen Unternehmen den Einstieg erleichtern und die Nutzung von Kryptowährungen im Alltag praktikabler machen.

Miles Suter, Leiter der Bitcoin-Produktabteilung bei Block, erklärte auf X, dass man es Millionen von Unternehmen erleichtern wolle, Bitcoin zu akzeptieren. Dies sei ein entscheidender Schritt, um Bitcoin als alltägliches Zahlungsmittel zu etablieren. CEO Jack Dorsey bestätigte den Start der Funktion ebenfalls knapp über die Plattform.

Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Aktivitäten im Bereich digitaler Zahlungen. So hat PayPal kürzlich seinen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin PYUSD in zahlreichen Märkten eingeführt, um seine Position im digitalen Zahlungsverkehr weiter auszubauen. Gleichzeitig markiert die Einführung von Bitcoin-Zahlungen bei Square einen bedeutenden Fortschritt für die gesamte Kryptoindustrie. Obwohl Dorsey Stablecoins traditionell kritisch gegenübersteht, signalisiert die steigende Nachfrage der Nutzer eine wachsende Offenheit für solche Lösungen.

Ein Blick auf die Nutzerbasis zeigt, dass rund 78 % der Square-Anwender aus den USA stammen, während etwa 22 % international tätig sind. Diese breite Verankerung könnte die Verbreitung von Bitcoin als Zahlungsmittel erheblich beschleunigen.

Langfristig verfolgt Block das Ziel, Bitcoin als alltägliches Geld zu etablieren. Laut Suter handelt es sich dabei jedoch um einen mehrstufigen Prozess, der Zeit und weitere infrastrukturelle Entwicklungen erfordert. Ein zentraler Ansatz besteht darin, die technische Komplexität von Kryptowährungen im Hintergrund zu halten, sodass Nutzer und Händler eine einfache, vertraute Zahlungsabwicklung erleben.

Auch Branchenexperten sehen großes Potenzial: David Marcus, CEO von Lightspark und ehemaliger PayPal-Präsident, bezeichnete die Einführung als möglichen Wendepunkt – vergleichbar mit der Bedeutung des TCP/IP-Protokolls für das Internet. Seiner Ansicht nach könnte Bitcoin langfristig eine grundlegende Infrastruktur für den Werttransfer zwischen verschiedenen Systemen bilden.

Durch die Integration in bestehende Kassensysteme, die bereits für Zahlungen, Lagerverwaltung und Gehaltsabrechnung genutzt werden, erweitert Square die reale Nutzung von Bitcoin erheblich. Anstatt sich nur an Krypto-affine Nutzer zu richten, bringt das Unternehmen digitale Währungen direkt in den Alltag von Millionen kleiner Unternehmen.

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